Demo gegen Landschaftszerstörung an der Hohen Acht

Adenau.

“Keine Windkraft im Wald” forderten 150 Teilnehmer einer Kundgebung an der Hohen Acht bei Adenau. Sie sehen durch den geplanten Bau von Windkraftanlagen durch die Gemeinde Herschbroich die Landschaft, Natur- und Erholungsräume gefährdet.
Herschbroich will nahe der Hohen Acht und an der Nordschleife 8 Windkraftanlagen installieren. Projektierer sollen Juwi und Eegon sein, hieß es in der Pressemeldung zur Ankündigung des Protestmarsches. Die Gegner der Windräder wenden sich gegen die finanziellen Versprechen der Betreiber. So war die Rede von einem “Nullsummenspiel”, wenn man von den avisierten Einnahmen die Verluste durch geminderte Jagdpachteinnahmen, Flächen- und Holzernteverluste abzieht sowie Rückgang des Fremdenverkehrs. Laut den Gegnern ist das einzig Nachhaltige die dauerhaft verunstaltete Landschaft. “Die Schäden beim angedachten Projekt Windkraft werden beim sanften Tourismus ebenso wie bei der Lebensqualität und dem Image der Region gesehen”, sagt Bernd Schiffarth, ehemaliger Stadtbürgermeister von Adenau. Vom Parkplatz an der Hohen Acht zogen die Windkraftgegner zum Aussichtsturm (Kaiser-Wilhelm-Turm) mit Transparenten und Plakaten.

Sie sind überzeugt, dass die Schäden an der Natur nicht wiedergutzumachen sind. Unterschriftenlisten ebenso wie Banner, Plakate und Aufkleber für Autos lagen an einem Infostand am Parkplatz aus. Unter den Teilnehmern waren Bürger aus den Verbandsgemeinden (VG) Adenau und Vulkaneifel sowie Vertreter des Eifelvereins Ortsgruppe Adenau. Veranstalter des Protestmarschs war der Naturschutzverein “Sturm im Wald, Ortsgruppe VG Adenau”.

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