EIFELON: Geschreddert und geopfert

Arterhaltung gegen Klimarettung

Es ist Erntezeit in der Eifel, auf den Wiesen und Feldern die Mähdrescher und Heuwender und über ihnen in der Luft die Greifvögel auf der Suche nach Beute auf den Stoppelfeldern.

Faszinierend die hochsommerlichen Flugmanöver zu beobachten, wenn sich die Rotmilane – Deutschlands inoffizielle Wappenvögel – fast ohne Flügelschlag in den warmen Aufwindzonen in die Höhe schrauben. Die ideale Thermik an den ansteigenden Höhenrücken nutzen die Milane als ‚Segelflieger‘ mit ihren langen Handschwingen und ihrem leichten Körperbau mit großer Perfektion, um mühelos hunderte Meter aufzusteigen. Öfter sind mehrere Tiere, zwei Altvögel und noch gut an der Größe erkennbar, die geschlüpften Jungvögel aus diesem Jahr, zugleich in der Luft.

Windpark Vlatten mit Schlagopfer.

Die Nahrungssuche über den abgeernteten Feldern ist in diesen Tagen im Windpark Heimbach-Vlatten einem Rotmilan zum Verhängnis geworden. Reiter fanden das erschlagene Tier auf einem Stoppelfeld oberhalb von Vlatten.

Das Vlattener Hügelland und das Wollersheimer Stufenländchen sind ein Rotmilan-Hotspot in der Eifel. Im Spätsommer und Frühherbst versammeln sich mehrere Dutzend Tiere in den nahen Schlafbäumen des Vlattener Hügellandes.

Rotmilane werden häufig Schlagopfer von Windanlagen. Bedingt durch ihre Jagdtechnik, haben sie ausschließlich den Erdboden im Blick, um Mäuse oder Hamster zu erspähen. Dabei kollidieren sie mit den Flügeln der Windräder – mit tödlichem Ausgang. Immer mehr der imposanten Greifvögel fallen dem weiträumigen Windradausbau zum Opfer.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert mehr Schutz für Greifvögel, die durch die Energiewende immer stärker unter die Räder kommen. Die praktizierten Schutzmaßnahmen zeigen gravierende Defizite mit weitreichenden Folgen, vor allem für einheimische, bedrohte und streng geschützte Arten auf.

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