EIFELON: Neue VGB Studie: Windstrom nicht zuverlässig

Eifel: Ein Ingenieur und ein Physiker von VGB PowerTech, einem internationalen Fachverband für die Erzeugung und Speicherung von Strom und Wärme mit Sitz in Essen, haben kürzlich den ersten Teil einer neuen VGB-Studie über den Status quo, Potenziale und Herausforderungen der Windenergienutzung in der Grundversorgung mit Elektrizität vorgestellt. Den ersten Teil dieser Untersuchung unter dem Titel „Entwicklungen in Deutschland seit 2010“ veröffentlichte der Fachverband in diesen Tagen.

Die Autoren der Studie haben dafür mehr als sechs Millionen Datensätze der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, der Leipziger Strombörse (EEX) und des Verbandes europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) ausgewertet. Das Ziel der Studie bestand darin, Aussagen zur Leistungsfähigkeit der Windstromproduktion in Deutschland und Europa auf Plausibilität zu überprüfen.

Bild: EIFELON

Die Autoren beschäftigte unter anderem die Frage, ob eine deutschland- und europaweite Verteilung der Windenergieanlagen zu einer deutlichen Glättung der Windstrom-Einspeisung führen würde. Bestätigt sich der Anspruch: „Irgendwo weht immer Wind und eine weiträumige Verteilung der Windenergieanlagen führt zu einer Stabilisierung des lokal unterschiedlichen Stromeintrags ins Netz.“ Damit, so die landläufig häufig getroffene Annahme, könne man sich Energiespeicher oder Backup-Kraftwerke, die einspringen, wenn der Wind wegbleibt, sparen, wenn nur genügend Windenergieanlagen vorhanden sind. Bis zum Jahresende 2016 waren in Deutschland circa 28.000 Windmühlen mit einer installierten Nennleistung von rund 50.000 Megawatt (MW) errichtet. Diese Nennleistung erreichen die Windanlagen allerdings im Normalbetrieb äußerst selten, wie die Statistik belegt.   

Leider stimmt die Annahme „irgendwo weht immer Wind“ nicht, wie die Studie anhand realer Betriebsdaten für Deutschland aufzeigt. Auch die mittlerweile mehr als 150.000 Megawatt kumulierter Nennleistung der europaweit installierten Windenergieanlagen können das Problem augenscheinlich nicht lösen, wie der zweite Teil der Studie im Detail belegen wird.

Großwetterlagen halten sich nicht an theoretische Vorgaben….

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