Wir sind neureiche Eifelromantiker!

Im Kelberger Amtsblättchen, einem amtlichen Bekanntmachungsorgan der Verbandsgemeinde werden also Bürger, die Bedenken gegen diesen Megawattwindwahnsinn haben, als „neureiche Eifelromantiker“ tituliert. Nichts anderes darf man von solch hohen Tieren erwarten, die glauben die nächste Dorfkirmes wird geplant, nur weil Frau Dr. Merkel einst beabsichtigte das Licht der Energiewende in die Welt zu bringen. Pausenlos suggerierte Eveline Lemke dem Volk die ungeahnten Möglichkeiten durch die Windkraft, den Blumenstrauß an Einnahmen für die Kommunen – Windatlas-RLP, Mainz Juli 2013. Alsbald in unseren Eifeldörfern Gemeinderäte zu Geheimräten wurden. Millivolt oder Megawatt, Vogel-  und Naturschutz, flächendeckender Raubbau an der Heimat, sogar die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bürger werden zur Nebensächlichkeit, wenn man mit Silberlingen ein Gemeindehaus errichten kann. Als Eifler, seit Generationen, heimatverbundener Romantiker lernte ich sogar den Unterschied zwischen Märchen, die von der Oma erzählt wurden und der Realität kennen.
Energiewende-Utopien aus Mainz und Berlin taugen zur Steuergeldverbrennung auf dem Weg ins Nichts. 500 Millionen Euro Steuergelder zur „Rettung strukturschwacher Regionen“ am Nürburgring sind verpufft und die besserwisserischen verantwortlichen Landespolitiker bleiben unbestraft, genauso, wie der kleine Haufen Lokalpolitiker, der gnadenlos, verzweiflungspolitisch ambitioniert, die eigene Heimat an Windkraftlobbyisten zu verkaufen versucht. Eins ist sicher: Die Anzahl der Neureichen wird sich mit jedem Drei-Megawatt Windrad in der VG Kelberg erhöhen, sollte sich der Löwenzahn dank Windkraft vermehren – Pusteblume!

 

Andreas Schuhmacher, Müllenbach

 

Quelle: Eifelzeitung

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