Die Energiewende

Wie weit sind wir in der Energiewende? Was ist das Erneuerbare Energien Gesetz und wer ist davon betroffen?

Hier finden Sie die Antworten.

Weise Entscheidung, Willingen sagt Nein

Einstimmige Ablehnung: Willingen sagt Nein zur Windkraft

Wanderer im Bergland bei Willingen, Ausschnitt Regionalplan zu möglichen Windkraftanlagen
Der Energie-Regionalplan Nordhessen hält Windkraftanlagen um Willingen für möglich (blau schraffierte Flächen auf Kartenausschnitt). Das Upland ist bei Touristen beliebt. Bild © picture-alliance/dpa, RP Kassel

Das Gemeindeparlament von Willingen hat sich einstimmig gegen die Pläne zum Bau von zwei Windparks gestellt. Das letzte Wort in der Angelegenheit ist damit aber noch lange nicht gesprochen.

Die Gemeindevertreter stellten sich in ihrer Sitzung am Montagabend gegen die Pläne der Regionalversammlung. Die Vertreter von  CDU, SPD, FDP und Freien Wählern verweigerten damit ihr Einvernehmen für die von der Regionalversammlung des Regierungspräsidiums Kassel festgelegten Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Regionalplan Nordhessen. Dort sind zwei Parks mit drei beziehungsweise vier Anlagen rund um den Ortsteil Usseln vorgesehen. Mit dem Nein zu den Plänen stoppt die Gemeinde zunächst direkt das weitere baurechtliche Verfahren.

Regionalplan Energie Nordhessen mit möglichen Standorten von Windrädern um Willingen
Ausschnitt aus dem Energie-Regionalplan Nordhessen mit möglichen Standorten von Windrädern (blau schraffierte Fläche) rund um Willingen. Bild © Regierungspräsidium Kassel

Bürgermeister Thomas Trachte trug in der Sitzung alle juristischen Bedenken und rechtlichen Möglichkeiten vor. Im Zuge der jahrelangen Suche nach geeigneten Flächen für Windräder in Nordhessen hatte die Gemeinde Willingen immer wieder den optischen und technischen Eingriff in das Landschaftsbild des Mittelgebirges am östlichen Rand des Sauerlandes als Gründe gegen das Projekt vorgetragen. In zahlreichen Erklärungen, Vergleichsstudien und unterschiedlichen Bewertungen von Fachleuten sei die ablehnende Haltung begründet worden, so Trachte.

Sorge um Kurort-Prädikat

Windparks zerstören nach Ansicht der Kommunalpolitiker die Erholungsfunktion des Waldes und haben auch Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Tieren, vor allem Vögeln. Zudem passten ein naturverträglicher Tourismus und riesige Windkrafträder nicht zusammen. Die Gemeinde befürchtet sogar einen Rückgang der Gästezahlen und damit auch Auswirkungen auf die Kategorisierung als hessischer Kur- und Luftkurort.

Die Gemeinde Willingen weist im Zuge des Neins zum Einvernehmen des Projektvorhabens Windparks auch auf die Belastungen für die eigenen Bürger hin. In vielen Fällen sei bei den vorgesehenen Standorten der gesetzlich vorgeschriebene Abstand zwischen der Wohnbebauung und den Anlagen nicht einzuhalten. Das verschlechtere die Lebensqualität der Menschen. Eisschlag im Winter sei nicht nur für die dort lebenden Menschen, sondern auch für Gäste und Wanderer gefährlich.

Regierungspräsidium kann Entscheidung übergehen

Der Blick in den benachbarten Naturpark Diemelsee zeige, welche Auswirkungen der Bau von Windkraftanlagen habe. Rund um den Diemelstausee und um die Orte der Gemeinde Diemelsee stehen bereits rund 100 Anlagen. Das Maß sei voll, weitere Anlagen seien nicht verkraftbar, so Willingens Bürgermeister Trachte. Zwar könne der Regierungspräsident das verweigerte Einvernehmen der Kommune ersetzen und damit übergehen. Dafür seien aber hohe rechtliche Hürden zu überwinden. Zudem könne die ganze Angelegenheit am Ende von Gerichten entscheiden werden. In ähnlichen Fällen habe es juristische Urteil gegeben, die zeigen, dass neben dem Thema Natur in Sachen Windkraft auch mit dem Thema Tourismus sensibel umgegangen werden müsse und dass Willingen im Recht sei, erklärte Bürgermeister Trachte abschließend.

Sendung: hr1-START, 21.02.2017, 06:54 Uhr

Quelle: hessenschau.de

Energiewende am Ende?

Gutachter entlarven Schönfärberei bei der Energiewende

Quelle: welt.de

Viele Indikatoren bei der Energiewende liegen laut Experten zu weit hinter den Erwartungen zurück. Hier zu sehen das Kohlekraftwerk Mehrum und angrenzende Windräder

Wirtschaftsminister Gabriel sieht die Ergebnisse „auf Zielkurs“. Doch in Wirklichkeit steigen sowohl Energieverbrauch als auch CO2-Emissionen. Eine Kommission rechnet jetzt mit den Regierungsplänen ab.Mehr…“Energiewende am Ende?”

Eine weise Entscheidung!

Beispiel Weisenheim am Berg: mit kommunalen Windparks in den Ruin.

Die von oben verordnete »Energiewende« droht für Kommunen zum finanziellen Desaster zu werden. Ein Bürgermeister hat es nachgerechnet.
Sehr lesenswert! (Auf dem bild klicken bitte um zu lesen)

 Quelle: Webseite Ortsgemeinde Weisenheim am Berg

Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windräder

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Quelle: ARD
Die Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen unserer Zeit: politisch forciert, finanziell hochsubventioniert, getragen von weitreichenden ökonomischen und ökologischen Erwartungen – und zugleich mit großen Ängsten besetzt. Für die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, für die anderen steht sie für die rücksichtslose Zerstörung von Naturlandschaften und für Profite Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit.

Link zum Reportage

Windrad-Havarie im Hunsrück

Vom Winde zerlegt: eines der überzähligen Windräder im Hunsrück wird zerstört. In Niederkostenz ist im weiten Umkreis ein Trümmerfeld die Folge, – weder Gemeinde noch Betreiber sichern die Unfallstelle.

25980 WKAs decken gerade einmal 3,58% des Energieverbrauchs in Deutschland

Zur Erklärung: Es wurden insgesamt 647.000.000.000 Kilowattstunden im Jahr 2015 in Deutschland erzeugt. Quelle: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/Energie/Erzeugung/Erzeugung.html;jsessionid=FB6D0DD7175A13D66AC530BC6A3BEB93.cae3 Also ein einfacher Dreisatz: 647.000.000.000= 100 % ?                        = 13,3 …