Fehlerhaftes Gutachten, haben wir das vorher nicht gehört?

NNP: Neue Munition für Windkraftgegner

Mindestabstand nicht eingehalten, Brandschutz nicht ausreichend, fehlerhaftes Gutachten – mit diesen Argumenten wehrt sich Hambachs Ortsbürgermeister Peter Sehr beim Regierungspräsidium Gießen gegen den Bau eines Windrades am Tierheim Limburg.

Vor allem den „gesundheitsbelastenden Beeinträchtigungen durch genehmigungsrelevante Schallausbreitung“ könnte gravierende Bedeutung zukommen.

Hambach/Gießen. Das Urteil hat es in sich: Als eines der ersten Gerichte hat das Verwaltungsgericht in Düsseldorf eine „rückwirkende Anwendungspflicht“ der neuen LAI-Hinweise (Schallimmissionsschutz) und des sogenannten „Interimsverfahrens“ auf eine im vergangenen Jahr erteilte, aber noch nicht bestandskräftige Genehmigung angenommen. Die Juristen sind der Meinung, dass sich ein neuer Stand der Technik durchgesetzt hat, mithin TA Lärm und das darin vorgesehene Alternative Verfahren nicht mehr verbindlich sind.

Ganz deutlich wird das Gutachter- und Sachverständigen-Zentrum für Umwelt-Messung GmbH (GuSZ) in Birkenau im Fazit seiner fachlichen Stellungnahme: Gutachten und Berechnung für die Anlage am Tierheim in Staffel zeigen „weder die reale, wirklich jetzige, noch künftige Immissionsbelastung vor Ort“ auf. Von einer „gesundheitsbelastenden Beeinträchtigung bei Genehmigung, Errichtung und Betrieb ist daher nach allen uns vorliegenden Daten und Fakten mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen.“ Zusätzliche, gewerblich betriebene Immissionsquellen sind „in der vorgesehenen Form nicht genehmigungsfähig“.

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