Irrsinn der Energiewende wird jetzt offiziell ignoriert

Original auf WELT24.DE: Wegen des Überangebotes an Ökostrom fallen die Strompreise immer häufiger ins Negative. Das liegt an einem Konstruktionsfehler der Energiewende. Doch die designierte GroKo interessiert das nicht. Verlierer sind die Verbraucher.

Wenn es in Deutschland stürmt und die Windräder mehr Energie produzieren, als gerade benötigt wird, stürzen die Strompreise ins Negative. 2017 ist es an 24 Tagen zu solchen Negativpreisen gekommen. (Quelle: WELT/Christin Brauer)

Es passiert meistens nachts und es passiert immer öfter. Wenn es über deutschen Dächern stürmt und sich die Windräder der Republik rasant drehen, gleichzeitig aber nicht so viel Energie benötigt wird, kommt es zum Chaos am hiesigen Energiemarkt – und die Preise stürzen ins Negative. Sonntagnacht war es wieder so weit. Käufer an der Energiebörse EEX bekamen den Strom nicht nur gratis, sondern auch noch 1,12 Euro pro abgenommener Megawattstunde obendrauf.

Es war bereits das fünfte Mal in diesem Jahr, dass der Markt Kopf stand, dabei ist 2018 gerade einmal 16 Tage alt. Im vergangenen Jahr war es an 24 Tagen zu Negativpreisen gekommen, und es gehört wenig Fantasie dazu, dass 2018 einen neuen Chaosrekord markieren wird.

Der Start ins Jahr 2018 dokumentiert die eklatanten Konstruktionsmängel der deutschen Energiewende. Negative Preise an den Strombörsen gehören inzwischen zum Energiealltag. Immer wenn die deutschen Solaranlagen oder Windräder mehr Energie produzieren, als gerade benötigt wird, es zu einer Stromschwemme kommt, stürzen die Preise ab.

Dann kommt es zu dem paradoxen Zustand, dass nicht der Stromabnehmer den Produzenten bezahlt, sondern der Energieerzeuger zum Gratisstrom auch noch eine Prämie gewährt. Und das Problem mit den Grüne-Strom-Spitzen, wie das Phänomen im Jargon heißt, wird immer dringender. Nach Meinung von Experten ist es deshalb höchste Zeit, dass die Politik ihre Pläne zur Energiewende grundlegend überarbeitet oder ihre Investitionen anpasst.

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