Jouwatch: Ist die Energiewende am Ende?

Journalistenwatch: In den letzten Wahlkämpfen war die Energiewende kaum ein Thema. Selbst die AfD, die die Wende ablehnt, blieb merkwürdig stumm. Von der SPD, die sich als Partei der sozialen Gerechtigkeit brüstet, war kein Wort über die unsoziale Umverteilung von unten nach oben durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu hören. Warum ist das so?

 Ziele wurden nicht erreicht

Die Ziele der Energiewende wurden nicht erreicht. Die Nutzung fossiler Brennstoffe und damit der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) wurden  nicht reduziert, obwohl Jahr für Jahr weitere Ökostromanlagen hinzugekommen sind. Inzwischen ist die installierte Leistung allein der Solar- und Windkraftanlagen auf rund 100.000 Megawatt (MW) angewachsen, die allerdings nur eine mittlere Jahresleistung von weniger als 15.000 MW erzeugen, weil nicht immer Wind weht und nachts keine Sonne scheint. Der Leistungsbedarf in Deutschland liegt je nach Tageszeit und Wochentag zwischen 45.000 und 85.000 MW. Doch selbst mit dieser geringen mittleren Ökostromleistung kann kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzt werden, weil der Ökostrom je nach Wetter stark schwankt und immer wieder längerer Dunkelflauten auftreten, also Stunden oder Tage mit kaum Wind und verhangenem Himmel in den Wintermonaten. Dann geht die Ökostromleistung gegen Null.

Bildquelle: www.askoscholen.nl

Die Preise für Strom sollten durch den Ausbau der Ökostromanlagen stabil gehalten werden oder sogar fallen. Dies ist nicht eingetreten. Im Gegenteil. Die Preise steigen Jahr für Jahr weiter an und werden in wenigen Jahren 50 Cent pro Kilowattstunde überschreiten, wenn die Energiewende, wie von der Bundesregierung  geplant, fortgeführt wird. Selbst bei leicht fallenden Vergütungen für Ökostrom steigen die Kosten für den Netzausbau, für Zuzahlungen zur Entsorgung von überschüssigem Ökostrom, für die Bereitschaft konventioneller Kraftwerke, die einspringen müssen, wenn der Wind nachlässt, und für den immer größeren Regelaufwand, um den Strombedarf des Landes jederzeit voll zu decken.

Die Stromversorgung soll sicher bleiben. Dies ist bisher gelungen, jedoch mit immer größerem Aufwand. Der weitere Bau von Ökostromanlagen mit ihren je nach Wetterlage schnell wechselnden Leistungen macht eine stabile Stromversorgung immer aufwendiger und teurer. Wir müssen uns auf Stromausfälle einrichten.

Kaum Kenntnisse über Probleme der Stromversorgung

Es mag verständlich sein, wenn der Sozialwissenschaftler Jürgen Trittin von den Grünen unsinnigerweise behauptet, der Strom aus Kohlekraftwerken verstopfe die Leitungen für Ökostrom. Seine Physikkenntnisse sind wohl nicht ausreichend. Schlimm ist allerdings, wenn die Volkswirtschaftlerin und Mathematikerin Bärbel Höhn, Vorsitzende des Umweltausschusses des Bundestages, lobt, durch die Energiewende seien 370.000 neue Stellen entstanden, die 33 Prozent des deutschen Strombedarfs erzeugen. In den Kohlkraftwerken arbeiten dagegen nur 20.000 Menschen, die  40 Prozent des Strombedarfs produzieren….

Weiter lesen bei Journalistenwatch

Haben Sie einen interessantes Artikel gefunden oder möchten Sie etwas beitragen? Dann schicken Sie bitte ein Email an uns.