Leserbrief von A.Dietrich zu “Sturm im Wasserglas” – Müllenbach

Zum Leserbrief vom … von Gereon Schürmann „Sturm im Wasserglas“.

Ich werde immer sehr misstrauisch wenn ein Schreiber einen schlichten Sachverhalt sehr kompliziert darstellt. Dann liegt der Verdacht nahe, dass der Schreiber das eigentliche Problem umgehen möchte. Nun kann man das dem Herrn Schürmann grundsätzlich nicht übernehmen, denn er verkauft ja dieses Anlagen – aber es wäre dennoch ehrlicher, wenn er gleich die Firma angegeben hätte, deren Interesse er als Geschäftsführer vertritt und mit der zum Beispiel die Gemeinde Pomster bereits Verträge unterschrieben hat. Hoffentlich zahlt er wenigstens Ihrer Zeitung eine Gebühr für seine kostenlose Werbung. Zum Thema: Mit Windkraft kommt die Energiegewinnung mitnichten zum Ort des Verbrauchs zurück. Wenn das möglich wäre, dann hätten wir bei unserer geringen Bevölkerungszahl in diesem Teil der Eifel längst mit der Anzahl der Windkraftanlagen in Beinhausen unseren Beitrag zur Energiewende geleistet. Wir lösen auch nicht die Probleme der Energieversorgung mit Hilfe der Windkraft! Mit diesem Unsinn muss endlich aufgeräumt werden. Der Grund ist ganz einfach und ist mit Zahlen belegbar. Die Windkraft trug 2013 lediglich mit 1,8% zum Gesamtenergieumsatz in der BRD bei!!! Und wenn wir irgendwann alle Mittelgebirgen mit diesen unsinnigen riesigen Windindustrieanlagen zugepflastert haben, ja selbst wenn wir ihre bisherige Anzahl von 24 000 Anlagen auf 48 000 Anlagen erhöht haben, dann wird auch dem dümmsten Politiker klar sein, dass damit keine Energiewende eingeleitet werden kann. Denn dann werden 3,6% auch nicht zur Lösung beitragen, wohl aber die BRD in eine tiefe wirtschaftliche Krise führen. Ich empfehle jeden, der sich für die Wahrheit interessiert, die sich hinter unserer angeblichen Energiewende verbirgt, sich im Internet den Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn, Leiter des Ifo-Institutes München, mit dem Titel „Energiewende ins Nichts“ anzusehen und anzuhören. Dann ist man nicht nur entsetzt über die Sinnlosigkeit dieser angeblichen Energiewende, sondern auch für immer geheilt von dem hohlen Geschwätz unserer Politiker und anderer Heilsversprecher. Der Vortrag wurde an der Universität München vor ausgewähltem Publikum gehalten (Unternehmer, Politiker u.s.w.)! Widersprochen wurde seitdem nicht! Konnte auch nicht, denn Prof. Sinn hat die offiziellen, von der Regierung und deren Instituten herausgegeben Zahlen von seinen Mathematikern durchrechnen lassen. Wir von „Sturm im Wald“ sind also keine egoistischen „Wutbürger“, die sich der Zukunft verweigern, sondern wir benutzen lediglich unser Hirn, um grandioses Unheil von unserer Heimat abzuwenden. Und wenn Herr Schürmann der Meinung ist, das Infraschall nicht krank macht, dann hat er offensichtlich nicht die neuesten Untersuchungsergebnisse zur Kenntnis genommen oder zur Kenntnis nehmen wollen. Ich bin gerne bereit zu diesem Thema einen Beitrag in Ihrer Zeitung zu leisten. Und was das Absinken der Immobilienpreise – und seine Folgen für die Bevölkerung – betrifft, so gibt es auch darüber eindeutige Studien, die eine vernichtende Sprache sprechen. Das man aus unserer schönen Eifel und anderen Mittelgebirgen sogenannte Energielandschaften machen und die darin lebende Bevölkerung einem „gesellschaftlichen Transformationsprozess“ – sprich Umsiedlung an die Stadtränder – unterziehen möchte, sagt eigentlich bereits alles aus. Ich will mich aber nicht umsiedeln lassen und schon gar nicht von einem Herrn Schürmann, der damit prächtig Geld verdient!
A.Dietrich Heupenmühle 53520 Müllenbach