Leserbrief zu Sturm im Wasserglas – P.Kahler Pomster

Kommentar zum Leserbrief „Sturm im Wasserglas“ von G. Schürmann

Nach heutigem Kenntnisstand ist offenbar, dass auch in Zukunft erneuerbare Energien bei weitem nicht den gesamten Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik Deutschland decken können, weil selbst die gesamte Fläche Deutschlands nicht ausreichte die nötige Anzahl an Windkraftanlagen (WKA) und Anlagen für die Speicherung ( Speicherkapazitäten) des produzierten, aber zeitgleich nicht verbrauchbaren Stromes (sogenannte Stromproduktionsspitzen), aufzunehmen.

Deshalb ist an die Politiker – und auch an diejenigen, die sich zur Zeit in Rheinland-Pfalz um ein politisches Amt bewerben – zu appellieren sich schlau zu machen und ein Moratorium für den weiteren Ausbau von Windkraftkapazitäten zu initiieren währenddessen ein neues Rahmenkonzept unter Beteiligung der breiten Öffentlichkeit erarbeitet wird, in dem auszuweisen ist, welche Regionen in Deutschland sich unter bestimmten festzulegenden Kriterien für Windkraftanlagen eignen und dies sollte unter Überarbeitung aller bisher festgelegten, und unter Berücksichtigung aller in der bisherigen Praxis erfahrenen und bekannten Kriterien, zu denen auch der Wertverlust von Wohnhäusern (evtl. Entschädigungsverfahren) und krankmachender Infraschall (Neuausrichtung der Entfernungsfestlegungen für WKA) gehören.

Je länger das Prinzip des geringsten Widerstandes der jeweiligen Ortvorstände und Gemeinderäte unter dem Schleier des Subsidiaritätsprinzips geübt wird, desto breiter und härter wird der Widerstand der ansässigen Bevölkerung werden, denn sie sind diejenigen die die „Kosten“ der errichteten WKAs auf Dauer tragen müssen. Zu beklagen ist insbesondere, dass die Ortsvorstände und Gemeinderäte bei ihren Entscheidungen fast vollständig auf die ihnen von den beteiligten auf Gewinn gerichteten Unternehmen gegebenen Informationen abhängen. Sie verfügen wohl kaum über die fachlichen und finanziellen Mittel zur eigenen Informationsbeschaffung und –Informationsverarbeitung und es ist zu bezweifeln, dass die weit in die Zukunft gerichteten Entscheidungen die unterstellte Ertragsfähigkeit zeitigen werden.

Pia Kahler, Pomster