Handelsblatt: Windkraft entzweit Waldbesitzer

Ein Brief offenbart die Zerrissenheit der Windbranche: 23 Waldbesitzer raten in dem Schreiben davon ab, Windräder zu bauen. Den Appell haben auch Prominente Waldbesitzer wie Enoch Freiherr zu Guttenberg unterzeichnet.

Enoch zu Guttenberg
(Bild: Wikipedia)

Berlin: Die Verfasser geben sich reumütig. Sie räumen ein, auch sie hätten sich in der Vergangenheit Gedanken darüber gemacht, selbst Windräder in ihren Wäldern zu bauen oder anderen die entsprechenden Flächen zu verpachten. Die Idee erscheine „zunächst sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht heraus äußerst reizvoll“, heißt es in dem Brandbrief der 23 Waldbesitzer, der dem Handelsblatt vorliegt.

Doch die Verfasser des Briefes sind inzwischen zu einem ganz anderen Urteil gekommen: Der Bau von Windrädern im Wald sei ein Irrweg, „dem die Rechtfertigung fehlt, der dem Klima nicht hilft, der Volkswirtschaft schadet, die Gesellschaft spaltet“. Außerdem berge er „erhebliche Risiken und Gefahren nicht zuletzt für die Pächter und Betreiber selbst“.

Unterzeichner sind zum Teil prominente Waldbesitzer, darunter Enoch Freiherr zu Guttenberg, der Vater des früheren Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Ebenso unterschrieben haben den Brief Karl Georg Graf zu Solms-Laubach, Ferdinand Fürst von Hohenlohe-Bartenstein und Leopold Graf zu Douglas.

Ihrem zweiseitigen Schreiben, das die Verfasser eine „Schrift zur Aufklärung von Waldbesitzern für Waldbesitzer“ nennen, hängen mehrere Seiten an, die sich wie eine Abrechnung mit der Energiewende-Politik der vergangenen Jahre lesen…

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Der Brief ist hier als download verfügbar.